Donner-Karlsson & Blom

Der Tempel brennt

Die Kinder schaukeln
Wir sind Männer, die Atem holen
Wir reden langsam
Wir fluten Treppenhäuser mit saurem Wasser
Unser Gewissen ist ein tief geschlagenes Erdungskabel
Unser Feingefühl klebt abgeschabt an alter Rinde
Wir sitzen mit Bohrkränen bei Tee
Und lachen gar herzlich über unsere frischen Platzwunden
Nikotin quellt aus der Tapete
Bernstein
Die Katze hustet
Nimm die warme Asche
Zeichne einen Kreis
„Warum sich anstrengen?“ fragt die Ameise den Grashüpfer
Und übergießt sich mit Benzin
Es gibt keine Stille
Es gibt auch kein Schweigen
Manchmal hört man nur den Lärm nicht